Das 88.IAP
ist ein virtuelles Jagdgeschwader, welches gegründet wurde, um ambitionierten PC-Piloten eine Basis zu bieten. Wir benutzen die Kampfflugzeugsimulation IL-2 Sturmovik von Ubisoft.
Wegen der Tatsache, dass die Kämpfe im historischen Rahmen des 2. Weltkrieges stattfinden, möchten wir darauf hinweisen, dass wir keine politischen Ziele mit unseren Aktivitäten verfolgen.
Uns verbindet die Faszination für alte Kampfflugzeuge. Wir sehen es als betont fairen und sportlichen Wettkampf an, den virtuellen Gegner vom Himmel zu pusten.

Die Historie des realen 88. IAP (v 0.9)

Vorwort und Überblick:

Das reale 88. IAP war eine typische Einheit der VVS. Es ist verblüffend repräsentativ für den Zustand der gesamten VVS. 1940 gegründet, wurde es gleich am 22. Juni 1941 in die katastrophalen Grenzluftschlachten verwickelt. Wie ein großer Teil der VVS, war auch das 88.IAP mit der veralteten I-16 ausgerüstet. Die Verluste blieben hoch und das 88. IAP hatte einen schweren Stand, musste es doch häufig gegen die beste Gruppe der Luftwaffe, die III/JG-52 kämpfen. 1943 machte das 88.IAP die berühmte Luftschlacht am Kuban mit. Inzwischen bekam es die „modernere“ LaGG-3. Die Erfolge nahmen zu, deswegen wurde das 88. IAP 1944 in das 159.GIAP umgewandelt und bekam fast zeitgleich die La-5FN. Es ist nicht ausgeschlossen, dass es den Krieg mit La-7 beendete. Dies ist Version 0.9, dass heißt sie wird innerhalb der nächsten Monate definitiv ergänzt. Es liegen noch Quellen vor, die nicht ausgewertet sind. Wer etwas zum 88.IAP weiß, dass hier noch nicht steht, bitte im Forum oder unter cto@88-iap.de melden.


Eckdaten und OOB des 88.IAP

Das 88. IAP entsteht 1940 aus dem 6. OIAE (OAE).

Kommandeure:

Major Michail Andrejewitsch Fjedosjejew: 10.4.1940 – 5/41
Major M. A. Buglakow: 5/41 – 6/41
Major Andrej Gawrilowitsch Markelow: 6/41 – 8/43
Major Wassili Iwanowitsch Maksimenko: 8/43-5/45

Unterstellungsverhältnisse:

22. Juni 1941: 44. IAD
September 1941: 20. IAD
Mai 1942: 216 IAD
April 1943: 229. IAD/4.Luftarmee

Ausrüstung:

Bis Mai 1943 I-16
Bis 5/44 LaGG-3(66 so wie es scheint)
Bis Kriegsende La-5(hochwahrscheinlich FN)

Weitere wichtige Eckdaten:

Am 14.04.1944 wird das 88. IAP nach dem Erlass Nummer 55 des NKO der UdSSR in das 159. GIAP umgewandelt.
Während der Kriegsjahre flog das 88.IAP/159. GIAP 18193 Einsätze und focht 506 Luftkämpfe aus. Dabei wurden 268 Abschüsse beansprucht und 48 Flugzeuge am Boden zerstört. Weiterhin konnten 158 Geschütze, 69 Panzer und 2775 Fahrzeuge vernichtet werden.
Nach dem Krieg wurde das 159. GIAP in Polen stationiert. Es flog La-7, Mig-15, MiG-17, MiG-21 und zuletzt Su-27! Es ist heute in Petrosawodsk stationiert und der Kommandeur Makarewitsch hat eine Sollstärke von 33 Su-27 und 6 Su-27UB.


Geschichte:

1941:

1941 gehörte das 88. IAP der 44. IAD des Besonderen Kiewer Militärbezirkes an. Seine Flugplätze lagen bei Winniza und Wuchonikin. Es bestand aus 71 I-16 von denen zwei nicht einsatzbereit waren. Bedient wuden sie von 60 Piloten. 58 der Flugzeuge waren die neuester Modifikation (was auch immer das heißt, wahrscheinlich Typ 28/29). 80% der Angehörigen waren Komsomolzen.

Am 22. Juni meldete das 88. IAP Alarmbereitschaft 10.00 Uhr vom neuen Platz.

Am 23. Juni schoß Leutnant Knjasew das erste Flugzeug für das 88.IAP ab. Es handelte sich um eine Ju-88.

Das 88. IAP wirkt mit der 85 OSAD zusammen.

Am 27. Juni 1941 kam es zum Luftkampf zwischen der 1./JG-3 und dem 88. IAP über Kanjew. Dabei wurde das deutsche Ass Robert Oljenik (Ritterkreuz 30.6.1941) wahrscheinlich vom 88er Ass Leutnant Wassili Demenok abgeschossen. Bei diesem Kampf verlor das 88.IAP zwei I-16 und die I/JG-3 ebenfalls zwei Bf-109.

Am 29. Juni flog Unterleutnant W.I. Garanin einen Aufklärungseinsatz bei dem er eine einmotorige Maschine am Boden zerstörte. Auf dem Rückflug traf er einen He-111 und schoß sie ab.

Anfang Juli beanspruchte das Regiment schon 20 Abschüsse.

Am 4. September 1941 flogen die I-153 des 84. IAP einen Bodenangriff. Während der zukünftige zweifache Held der Sowjetunion Klubow einige LKWs zerstörte, tauchten die Bf-109 der III/JG-52 auf. Während die Bf-109 scheiterten die wendigen I-153 abzuschießen, erschienen die Eskortjäger des 88. IAP. Zwar gelang es dem deutschen Ass Grislawski eine I-16 abzuschießen, aber die Deutschen verloren auch zwei Bf-109.

1942:

Am 22. Februar 1942 erschienen I-16 des 88.IAP’s über dem Flugplatz der III/JG-52 bei Charkow. Während einige Bomben den Hangar trafen, regnete es tausende Flugblätter vom Himmel. Auf ihnen war ein Prawda-Artikel abgedruckt, in dem der vermisste III/JG-52 Pilot Heinrich Freitag die Deutschen zum Überlaufen aufforderte.

Ende Februar 1942 waren nur noch 8 I-16 einsatzbereit, daher wurde eine der drei Staffeln aufgelöst.

Am 9. März 1942 wurde das 88. IAP beauftragt die I-16 des 271. IAP zu eskortieren. Sechs I-16 des 271. IAP sollten deutsche Stellungen bei Slawjansk angreifen. Das 88. IAP hatte nur 4 I-16 einsatzbereit. Plötzlich tauchten Bf-109 der I/JG-77 auf, welche sofort das 271. IAP angriffen und dessen Batallionskomissar abschossen. Leutnant Boris Karasjow vom 88. IAP versuchte den Bf-109 auf Baumwipfelhöhe zu entkommen und berührte dabei den Boden. Schließlich gelang es den restlichen 88er Piloten die fünf 271er nach Hause zu begleiten. Nach der Landung, startete Leutnant Wassili Knjasew vom 88. IAP wieder, um die Piloten zu suchen. Der Batallionskomissar des 271. IAP lag tot in seiner I-16, die I-16 von Leutnant Karasjow war leer. Am nächsten Tag wurde er schwer verwundet von Rotarmisten gefunden.


Am 31. März 1942 gelang es Sershant Pawel Lasjuka 2 Bf-109 des JG-77 abzuschießen. Das 88. IAP war meist beauftragt Bodenziele bei Slawjansk anzugreifen. Für den März 1942 wurden dabei 120 Fahrzeuge und 11 Panzer als zerstört gemeldet, bei sechs verlorenen I-16.

Vom Januar bis Juni 1942 verlor das 88. IAP drei I-16 total.

Am 2. November schoss das deutsche Ass Grislawski eine I-16 des 88. IAP ab.

1943:

Am 03.06.1943 warnte eine Meldung des VNOS (Flugzeugwarndienst) vor einer großen Gruppe feindlicher Flugzeuge in der Region von Blagodronje - Podgorny. Sechs LaGG-3 des 88.IAP, geführt vom Kommandeur der dritten Staffel Oberleutnant W. A. Knjasew starteten um die feindlichen Flugzeuge abzufangen. Nach kurzer Zeit sahen die Piloten drei Gruppen zu je neun Ju-87 unter sich. Über den Stuka’s kreisten 8 Me-109.
Trotz des ungleichen Kräfteverhältnisses befahl Knjasew den Angriff. Er führte die ersten zwei Paare (W. A. Knjasew, A.P.Lukin, A.Ogorodnikov, W.W. Sobin) zu den ersten neun Ju-87. Das dritte Paar, bestehend aus dem Stellvertretenden Kommandeur und Politoffizier Hauptmann W. Saweljewa und Leutnant. G.I. Afanasenko gaben Deckung. Wie Knjasew gehofft hatte, wurde die Formation der Ju-87 gestört und dadurch ihres gegenseitigen Feuerschutzes beraubt. In der entstandenen Situation konnten sie auch nicht mehr wirkungsvoll von den Me-109 gedeckt werden. Die Situation ausnutzend gelang es Knjasew eine und Wassili Sobin zwei Ju-87 abzuschießen. Gabriel Afanasenko und Afanasy Lukin teilten sich mit Aleksander Ogorodnikov den Abschuss je einer Ju-87.

Der Stab des Bodentruppenteils, nahe dem die Luftschlacht geführt wurde bestätigte in einem Telegramm das „ am 6. Juni 1943 sechs LaGG fünf feindliche Bomber vernichtet haben“.

Währen der Luftschlacht um den Kuban landete eine LaGG-3(66) des 88.IAP mit der Aufschrift „Sowjetisches Georgien” in georgischer Schrift, versehentlich auf dem Flugplatz des JG/52.

Original:

Skin (88.IAP_Andre)


Piloten des 88. IAP (alphabetisch)

Hier werden Piloten beschrieben, die im 88.IAP flogen. Manchmal sind die Quellen nicht eindeutig und es könnte sein, dass sie im 88. GIAP geflogen sind. Die meisten müssten jedoch stimmen.

Wassili Sergeijewitsch Batjajew

11.02.1920 - 28.05.1970
Letzter Dienstgrad: Gardeoberst, Im Krieg Staffelkommandeur
Einheiten: 88.IAP (1941); später 54. GIAP
Erfolge: 639 Einsätze, dabei 234 Luftkämpfe; erzielte 19 Abschüsse und 8 Abschüsse in der Gruppe; diente bis 1961 in der VVS; wurde 1946 Held der Sowjetunion.

N. Batjajew

Er diente im 88. IAP und rammte im Juli 1941 ein deutsches Flugzeug vom Himmel

Walentin Wasilljewitsch Bobkow

Er flog rund 300 Einsätze mit 80 Luftkämpfen. In diesen wurden 17 Gegner, davon 4 in der Gruppe abgeschosssen.

Wassili Demenok

8 Luftsiege; gefallen am 14.8.1941

N. Filatow

15 Einzelabschüsse

Michail Andrejewitsch Fjedosjejew

Er kämpfte in Spanien. Dabei flog er 160 Einsätze und focht 40 Luftkämpfe aus, in denen er 7 Abschüsse beanspruchte. Dafür erhielt er den Leninorden.

Kubati Lokmanowitsch Kardanow

Letzter Dienstgrad: Generalmajor
Einheiten: 88.IAP
Erfolge: mehr als 700 Einsätze, erzielte 17 Abschüsse und 12 Abschüsse in der Gruppe

Wassili Alexandrowitsch Knajsew

29 Abschüsse; 20 einzeln; 9 in der Gruppe

Wassili Artemnowitsch Koslennik

21 Abschüsse: 8 einzeln, 13 in der Gruppe, 2 am Boden

Pawel Martinowitsch Lasjuka

Er rammte am 25. Oktober 1942 ein gegnerisches Flugzeug.

Unterleutnant Wassili Grigorjewitsch Lipatow

Rammte am 25.12. ein gegnerisches Flugzeug an der Südfront. Sowohl er als auch der Gegner stürzten ab. Lipatow starb dabei und wurde mit dem Leninorden ausgezeichnet.

Afanassi Petrowitsch Lukin

15 Abschüsse

Wassili Iwanowitsch Maksimenko

Letzter Dienstgrad: Oberst
Einheiten: 88.IAP
Erfolge: 515 Einsätze, erzielte 17 Abschüsse und 8 Abschüsse in der Gruppe

Oberleutnant P. N. Malzjew

Einheiten: stellvertretender Staffelkommandeur im 88. IAP
Erfolge: rammte mir seiner I-16 am 28.8.1941 eine Hs-123 bei Kamenka; Dneprpetrowsk, landete mit beschädigtem Flugzeug.

Iwan Iwanowitsch Nowikow

09.10.1920 - 13.08.1941
Der Unterleutnant, rammte am 22. Juli eine He-111 und konnte beschädigt auf dem Platz notlanden. Er starb im Einsatz.

Jewgenij Alexejewitsch Pilajew

Er flog 300 Einsätze und focht 100 Luftkämpfe, der erzielte er 20 Abschüsse; 16 einzeln; 4 in der Gruppe

Pjotr Silwerowitsch Sereda

Er erzielte in mehr als 500 Einsätze 16 Einzelabschüsse. Er kam von Pokryshkins 55. IAP zum 88. IAP:

Wassili Wassiljewitsch Sobin

15 Abschüsse, davon 9 einzeln.


Autoren:
88.IAP_Cto; 88.IAP_Terni; 88.IAP_Pirx; Dank an Boandlgramer